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detlev glanert
komponist generalmanagement

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Detlev Glanert ist mit seinen erfolgreichen Bühnenwerken heute einer der meistgespielten lebenden Opernkomponisten in Deutschland. Seine Opern-, Orchester- und Kammermusik offenbart Gespür für eine besonders lyrische musikalische Sprache und eine Verbundenheit mit der romantischen Tradition, die aus einem zeitgenössischen Blickwinkel neu beleuchtet wird.

In der Saison 2019/20 steht ein neues Violinkonzert für Midori im Fokus, ein Gemeinschaftsauftrag von NDR Elbphilharmonie Orchester, Suntory Hall Tokio, Borusan Istanbul Philharmonic Orchestra und Royal Scottish National Orchestra. Christoph Eschenbach dirigiert die Uraufführung im Mai 2020 in der Elbphiharmonie Hamburg. Weitere Höhepunkte sind ein „Total Immersion Day“ beim BBC Symphony Orchestra mit britischer Erstaufführung seines „Requiems für Hieronymus Bosch“ unter Semyon Bychkov und die Uraufführung von „Allegro furibondo“ mit den Bamberger Symphonikern unter Jakub Hrůša. Semyon Bychkov dirigiert ebenfalls die tschechische Erstaufführung des „Requiems für Hieronymus Bosch“ mit der Tschechischen Philharmonie.

Aus der langjährigen Verbundenheit Detlev Glanerts mit dem Royal Concertgebouworkest entstand die Auftragskomposition „Idyllium“, die vom neugegründeten Jugendorchester „RCO Young“ unter Pablo Heras-Casado uraufgeführt wird und eine erneute Aufführung mit dem RCO und Gustavo Gimeno erfährt. Weitere Uraufführungen werden von Dietrich Henschel und dem ensemble unitedberlin unter Vladimir Jurowski und dem Osnabrücker Symphonieorchester unter Andreas Hotz musiziert.

In der vergangenen Saison feierte Detlev Glanert an der Deutschen Oper Berlin einen großen Erfolg bei Publikum und Presse mit der neuen Oper „Oceane“ in der Regie von Robert Carsen und unter der musikalischen Leitung von GMD Donald Runnicles. Beim Tanglewood Festival brachten Andris Nelsons und der Solist Thomas Rolfs, Solotrompeter des Boston Symphony Orchestra, ein Trompetenkonzert zur Uraufführung. Detlev Glanerts Orchesterwerk „Weites Land“ erfuhr allein in der letzten Spielzeit über 20 (von insgesamt 40) Aufführungen, u.a. mit dem Gewandhausorchester Leipzig, den Berliner und Münchner Philharmonikern, dem Royal Concertgebouworkest, dem Cleveland Orchestra und der Tschechischen Philharmonie unter Semyon Bychkov, dem Brussels Philharmonic unter Stephane Dénève und mit der Dresdner Philharmonie unter Michael Sanderling auf einer Südamerika-Tournee. Als Österreichische Erstaufführung erklang im Konzerthaus Wien mit dem RSO Wien unter Frank Strobel Glanerts Rekonstruktion und Rekomposition von Giuseppe Becces Musik zu Friedrich Wilhelm Murnaus Stummfilmklassiker „Der letzte Mann“.

In den vergangenen Saisons wurden Detlev Glanerts Werke u.a. von den Wiener Philharmonikern, vom Royal Concertgebouworkest, vom Philadelphia Orchestra, vom Baltimore Symphony Orchestra, vom Toronto Symphony Orchestra, vom Orchestra del Teatro Regio, vom Orchestre National de France, von der NDR Radiophilharmonie und vom WDR Sinfonieorchester Köln aufgeführt sowie jüngst wieder vom BBC Symphony Orchestra bei den Proms 2019.

Detlev Glanerts instrumentales Schaffen umfasst drei Sinfonien, Solokonzerte für Klavier, Klavierduo, Violine, Harfe, Trompete und Tuba, außerdem zahlreiche Orchesterstücke sowie viele kammermusikalische Werke. Glanerts 11 Musiktheaterstücke erlebten jeweils zahlreiche Inszenierungen und Aufführungen weltweit, er wurde für seine Opern mit Preisen geehrt, so unter anderem 1993 mit dem renommierten Rolf-Liebermann-Opernpreis für die erste abendfüllende Oper „Der Spiegel des großen Kaisers“ oder 2001 mit dem Bayerischen Theaterpreis für die komische Oper „Scherz, Satire, Ironie und tiefere Bedeutung“, sein bislang erfolgreichstes Bühnenwerk.

Zu den Dirigenten seiner Musik zählen u.a. Marin Alsop, Stefan Asbury, Martyn Brabbins, Semyon Bychkov, Stéphane Denève, Iván Fischer, Oliver Knussen, Sebastian Lang-Lessing, Jun Märkl, Andrew Manze, Kent Nagano, Yannick Nézet-Séguin, David Robertson, Donald Runnicles, Markus Stenz und Christian Thielemann.

Detlev Glanert wurde 1960 in Hamburg geboren. Er lernte Trompete, Tenorhorn, Kontrabass und Klavier. Von 1980 bis 1982 studierte er Komposition bei Diether de la Motte in Hamburg sowie von 1985 bis 1989 bei Hans Werner Henze in Köln. Ergänzende Studien führten ihn im Sommer 1986 zu Oliver Knussen nach Tanglewood. Für insgesamt zehn Jahre lebte Detlev Glanert in Italien, wo er fünf Jahre das „Istituto di Musica“ und drei Jahre das „Cantiere Internazionale d’Arte“ in Montepulciano als künstlerischer Direktor leitete. 1992/93 war er Stipendiat der Deutschen Akademie Villa Massimo in Rom, 2003 Composer in Residence am Nationaltheater Mannheim sowie 2005 beim Pacific Music Festival in Sapporo. Er hielt Vorträge und leitete Kompositionsklassen u.a. in Aspen, Genua, Montepulciano, Melbourne, Djakarta und Sapporo.

Detlev Glanert lebt in Berlin.

Saison 2019/20
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