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detlev glanert
komponist generalmanagement

Biografie als PDF: DE

Detlev Glanert ist mit seinen erfolgreichen Bühnenwerken heute einer der meistgespielten lebenden Opernkomponisten in Deutschland. Seine Opern-, Orchester- und Kammermusik offenbart Gespür für eine besonders lyrische musikalische Sprache und eine Verbundenheit mit der Tradition, die aus einem zeitgenössischen Blickwinkel neu beleuchtet wird.

In der Saison 2020/21 stehen drei neue Opernproduktionen auf den Spielplänen: die österreichische Erstaufführung von „Leyla und Medjnun“ an der Volksoper Wien, „Drei Wasserspiele“ an Theater Vorpommern sowie „Die drei Rätsel“ mit der Mädchen- und Knabenkantorei Basel. Höhepunkte im Konzertbereich sind die Uraufführung des Violinkonzerts Nr. 2 mit Midori und dem Royal Scottish National Orchestra unter Ryan Bancroft in Glasgow sowie die Uraufführung der „Prager Sinfonie – Lyrische Fragmente nach Franz Kafka“ mit der Tschechischen Philharmonie unter Semyon Bychkov in Prag.

Aus der langjährigen Verbundenheit Detlev Glanerts mit dem Royal Concertgebouworkest entstand die Auftragskomposition „Idyllium“, die im April 2021 unter Jaap van Zweden aufgeführt wird. Im gleichen Konzert erfolgt die Uraufführung des Orchesterlieds „Der Einsiedler“ für Matthias Goerne. „Idyllium“ erfuhr im Sommer 2020 seine Italienische Erstaufführung beim Festival Cantiere in Montepulciano unter Markus Stenz. Weitere territoriale Premieren finden statt in Münster mit der Deutschen Erstaufführung von Glanerts Bearbeitung des Tripelkonzerts von Beethoven und beim Brussels Philharmonic mit der Belgischen Erstaufführung von „Encore en Ut“ unter Stéphane Denève.

In den vergangenen Saisons feierte Detlev Glanert an der Deutschen Oper Berlin einen großen Erfolg bei Publikum und Presse mit seiner neuen Oper „Oceane“ in der Regie von Robert Carsen und unter der musikalischen Leitung von GMD Donald Runnicles. Beim Tanglewood Festival brachten Andris Nelsons und der Solist Thomas Rolfs, Solotrompeter des Boston Symphony Orchestra, sein Trompetenkonzert zur Uraufführung. Glanerts Werke wurden in jüngerer Zeit u.a. von den Wiener Philharmonikern, vom Gewandhausorchester Leipzig, den Berliner und Münchner Philharmonikern, vom Royal Concertgebouworkest, von der Tschechischen Philharmonie, vom Philadelphia Orchestra, vom Baltimore Symphony Orchestra, vom Toronto Symphony Orchestra, vom Orchestra del Teatro Regio, vom Orchestre National de France, von den Bamberger Symphonikern, von der NDR Radiophilharmonie und vom WDR Sinfonieorchester Köln aufgeführt. Das BBC Symphony Orchestra widmete ihm ein „Total Immersion Day“ mit britischer Erstaufführung seines „Requiems für Hieronymus Bosch“ unter Semyon Bychkov.

Detlev Glanerts instrumentales Schaffen umfasst vier Sinfonien, Solokonzerte für Klavier, Klavierduo, Violine, Harfe, Trompete und Tuba, außerdem zahlreiche Orchesterstücke sowie viele kammermusikalische Werke. Glanerts 11 Musiktheaterstücke erlebten jeweils zahlreiche Inszenierungen und Aufführungen weltweit, er wurde für seine Opern mit Preisen geehrt, so unter anderem 1993 mit dem renommierten Rolf-Liebermann-Opernpreis für die erste abendfüllende Oper „Der Spiegel des großen Kaisers“ oder 2001 mit dem Bayerischen Theaterpreis für die komische Oper „Scherz, Satire, Ironie und tiefere Bedeutung“, sein bislang erfolgreichstes Bühnenwerk. Für „Oceane“ wurde er 2019 mit dem Oper!Award und 2020 mit dem OPUS Klassik als „Komponist des Jahres“ ausgezeichnet.

Zu den Dirigenten seiner Musik zählen u.a. Marin Alsop, Stefan Asbury, Martyn Brabbins, Semyon Bychkov, Stéphane Denève, Iván Fischer, Oliver Knussen, Sebastian Lang-Lessing, Jun Märkl, Andrew Manze, Kent Nagano, Yannick Nézet-Séguin, David Robertson, Donald Runnicles, Markus Stenz und Christian Thielemann.

Detlev Glanert wurde 1960 in Hamburg geboren. Er lernte Trompete, Tenorhorn, Kontrabass und Klavier. Von 1980 bis 1982 studierte er Komposition bei Diether de la Motte in Hamburg sowie von 1985 bis 1989 bei Hans Werner Henze in Köln. Ergänzende Studien führten ihn im Sommer 1986 zu Oliver Knussen nach Tanglewood. Für insgesamt zehn Jahre lebte Detlev Glanert in Italien, wo er fünf Jahre das „Istituto di Musica“ und drei Jahre das „Cantiere Internazionale d’Arte“ in Montepulciano als künstlerischer Direktor leitete. 1992/93 war er Stipendiat der Deutschen Akademie Villa Massimo in Rom, 2003 Composer in Residence am Nationaltheater Mannheim sowie 2005 beim Pacific Music Festival in Sapporo. Er hielt Vorträge und leitete Kompositionsklassen u.a. in Aspen, Genua, Montepulciano, Melbourne, Djakarta und Sapporo.

Detlev Glanert lebt in Berlin.

Saison 2020/21
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