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detlev glanert
komponist generalmanagement

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Detlev Glanert ist mit seinen erfolgreichen Bühnenwerken heute einer der meistgespielten lebenden Opernkomponisten in Deutschland. Seine Opern-, Orchester- und Kammermusik offenbart Gespür für eine besonders lyrische musikalische Sprache und eine Verbundenheit mit der romantischen Tradition, die aus einem zeitgenössischen Blickwinkel neu beleuchtet wird.

Detlev Glanert ist dem Amsterdamer Royal Concertgebouworkest von 2011 bis 2017 als Hauskomponist verbunden.

Höhepunkte der Saison 2017/18 sind die Deutsche Erstaufführung des „Requiem für Hieronymus Bosch“ in der Hamburger Elbphilharmonie mit den Symphonikern Hamburg unter Markus Stenz, die Rumänische Erstaufführung von „Frenesia“ beim Enescu Festival, die Italienische Erstaufführung des Doppelkonzerts mit dem Orchestra del Teatro Regio unter Karl-Heinz Steffens und „Vier Präudien und Ernste Gesänge“ mit Michael Nagy und dem WDR Sinfonieorchester Köln. Seine Opern „Die drei Rätsel“ und „Scherz, Satire, Ironie und tiefere Bedeutung“ sind in neuen Produktionen in Regensburg und Fürth zu sehen.

In der vergangenen Saison (2016/17) wurden Detlev Glanerts Werke u.a. von den Wiener Philharmonikern, vom Royal Concertgebouworkest, vom Philadelphia Orchestra, vom Baltimore Symphony Orchestra, vom Toronto Symphony Orchestra, vom BBC Symphony Orchestra, von der NDR Radiophilharmonie, von der Staatsphilharmonie Nürnberg, vom Nationaltheater-Orchester Mannheim sowie vom Arditti Quartet aufgeführt. Höhepunkte waren die Uraufführung des „Requiem für Hieronymus Bosch“ zum 500. Todestag des großen holländischen Malers durch das Royal Concertgebouworkest in Amsterdam und s’Hertogenbosch, der Vier Choralvorspiele nach Johannes Brahms durch das Philadelphia Orchestra und Yannick Nézet-Séguin sowie das Nationaltheater-Orchester Mannheim und Alexander Soddy, der Neufassung des musikalischen Märchens „Leyla und Medjnun“ an der Staatsoper Hannover sowie die britische Erstaufführung des Orchesterstücks „Megaris“ durch das BBC Symphony Orchestra.

Detlev Glanerts instrumentales Schaffen umfasst drei Sinfonien, Solokonzerte für Klavier, Klavierduo, Violine, Harfe und Tuba, außerdem zahlreiche Orchesterstücke sowie viele kammermusikalische Werke. Glanerts 10 Musiktheaterstücke erlebten jeweils zahlreiche Inszenierungen und Aufführungen weltweit, er wurde für seine Opern mit Preisen geehrt, so unter anderem 1993 mit dem renommierten Rolf-Liebermann-Opernpreis für die erste abendfüllende Oper „Der Spiegel des großen Kaisers“ oder 2001 mit dem Bayerischen Theaterpreis für die komische Oper „Scherz, Satire, Ironie und tiefere Bedeutung“, sein bislang erfolgreichstes Bühnenwerk.

Zu den Dirigenten seiner Musik zählen u.a. Marin Alsop, Stefan Asbury, Martyn Brabbins, Semyon Bychkov, Stéphane Denève, Iván Fischer, Oliver Knussen, Sebastian Lang-Lessing, Jun Märkl, Andrew Manze, Kent Nagano, David Robertson, Donald Runnicles, Markus Stenz und Christian Thielemann.

Detlev Glanert wurde 1960 in Hamburg geboren. Er lernte Trompete, Tenorhorn, Kontrabass und Klavier. Von 1980 bis 1982 studierte er Komposition bei Diether de la Motte in Hamburg sowie von 1985 bis 1989 bei Hans Werner Henze in Köln. Ergänzende Studien führten ihn im Sommer 1986 zu Oliver Knussen nach Tanglewood. Für insgesamt zehn Jahre lebte Detlev Glanert in Italien, wo er fünf Jahre das „Istituto di Musica“ und drei Jahre das „Cantiere Internazionale d’Arte“ in Montepulciano als künstlerischer Direktor leitete. 1992/93 war er Stipendiat der Deutschen Akademie Villa Massimo in Rom, 2003 Composer in Residence am Nationaltheater Mannheim sowie 2005 beim Pacific Music Festival in Sapporo. Er hielt Vorträge und leitete Kompositionsklassen u.a. in Aspen, Genua, Montepulciano, Melbourne, Djakarta und Sapporo.

Detlev Glanert lebt in Berlin.

Saison 2017/18
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